Linoklick

der Linoleum Fertigfussboden zum Selbstverlegen

Verlegung von Linoleumfertigfussboden
Verschnitt berechnen

Sie müssen bei der Materialbestellung einen Verschnitt von ca. 3% berücksichtigen. Das reicht im Normalfall immer.
Mehr Verschnitt ist zu erwarten, wenn Sie die Dielen diagonal im Raum verlegen wollen, dann sollten Sie ca. 5% mehr Material bestellen.

Voraussetzungen prüfen
Linoleumfertigfussboden

floatline Lino-klick wird grundsätzlich schwimmend verlegt, das heißt nicht mit dem Untergrund verklebt.
Der Untergurnd muß wie in DIN 18356 beschrieben, sauber, trocken, eben sowie zug- und druckfest sein. Geeignete Untergründe sind zum Beispiel Estriche jeglicher Art, Spanplatte, alte Dielenböden, Linoleum, sofern die oben genannten Voraussetzungen erfüllt sind.

Unebenheiten bei Estrichen sollten mit geeigneten Spachtelmassen augeglichen werden. Spanplatten oder Holzfussböden werden gegebenenfalls geschliffen. Alte Dielenfusssböden müssen schwingungsfrei sein und werden falls erforderlich nachgeschraubt.

floatline Lino-klick ist nicht geeignet als selbsttragender Fussboden auf Balkendecken.

Restfeuchte prüfen

Bei mineralischen Untergründen (besonders wichtig bei Neubauten) muss vor der Verlegung eine Feuchtigkeitsmessung des Untergrundes durchgeführt werden. Dabei sollten folgende Werte nicht überschritten werden: Zementestriche max. 2,0% CM, Anhdritestriche max. 0,5% CM Restfeuchte.
Bei Warmwasserfussbodenheizung gelten folgende Werte: Zementestriche max. 1,8% CM, Anhdritestriche max. 0,3% CM Restfeuchte.

Boden akklimatisieren

floatline Lino-klick sollte vor der Verlegung im Verlegeraum bei 20-22°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50-60% ca. 48 Stunden akklimatisiert werden. Öffnen Sie die Pakete erst während der Verlegung und mischen Sie Dielen aus mehreren Paketen.

Schienen montieren

Da das Linoleumfertigparkett schwimmend verlegt wird, muss von allen raumgrenzenden Flächen Abstand eingehalten werden. Das gilt auch für Türen bzw. angrenzende Bodenbeläge oder ähnliches. Hier müssen Schienen montiert werden, je nach Höhenunterschied braucht man eine Ausgleichsschiene, Übergangsschiene oder Endschiene.
Diese Schienen sind meist 2 teilig und bestehen aus einer Grundschiene und einer Deckschiene.
Die Grundschiene wird vor der Verlegung montiert.

Folie verlegen

Als Dampfbremse und Feuchtigkeitsschutz muss auf allen mineralischen Untergründen eine mindestens 0,2 mm starke PE-Folie ausgelegt werden. Diese sollte ca. 20 cm überlappen und an den Stößen abgeklebt werden. Am Rand wird die Folie hochgezogen und nach der Verlegung bündig mit dem Fussboden abgeschnitten.

Werkzeug bereitstellen
Werkzeug bereitlegen

Zur Verlegung brauchen Sie das folgende Werkzeug: Zollstock, Bleistift, Richtlatte, Stichsäge oder andere Säge, Handsäge, Fäustel, Zugeisen, Schlagholz und Abstandshalter oder Abstandskeile. (Fäustel, Zugeisen, Schlagholz und Abstandshalter oder Abstandskeile stellen wir Ihnen zur Verlegung kostenlos leihweise zur Verfügung, eine Stichsäge finden sie in unserem Maschinenverleih.)

floatline Lino-klick verlegen

Die Dielen sollten längs zum Lichteinfall verlegt werden. Ausnahme: Bei alten Dielenböden grundsätzlich quer zur Verlegerichtung des Altboden.

Da es bei einem Naturbelag wie Linoleum materialbedingt immer kleine Unterschiede in Farbe und Struktur geben kann denken Sie daran, die Dielen aus den einzelnen Paketen beim Verlegen zu mischen, damit ein gleichmässiges Verlegebild entsteht.

Die erste Reihe

Kürzen Sie an den für die erste Reihe benötigten Dielen die untere Nutwange um das über die Deckfläche hinausragende Teil. Klicken Sie diese Dielen mittels Schlagholz seitlich ein und richten Sie die erst Dielenreihe mit Abstandkeilen exakt aus. Der Abstand zur Wand und zu allen festen Bauteilen muss mindestens 10 mm betragen. (Bei grossen Räumen mindestens 1,5 mm pro Meter Raumbreite)
TIPP: Messen Sie vor der Verlegung die Raumbreite und teilen Sie diese durch die Breite der einzelnen Dielen. So können Sie die Breite der letzten Reihe berechnen, die ja im Normalfall längs zugesägt werden muss. Sollte hier am Schluss nur ein sehr schmaler Streifen eingefügt werden müssen, empfiehlt es sich, bereits an der ersten Reihe mehr als die untere Nutwange abzunehmen um am Schluss eine breitere Dielenreihe einfügen zu können. Das bringt meist eine bessere Optik und auch mehr Stabilität.

Nachdem die erste Reihe mittels einer Richtlatte exakt ausgerichtet wurde, beginnen Sie mit dem Reststück der letzten Diele der ersten Reihe die Verlegung der zweiten Reihe. Die zweite Reihe Die Stirnstösse (Querfugen) der Dielen von Reihe zu Reihe müssen jedoch mindestens um 30 cm versetzt sein.

Setzen Sie die erste Diele leicht schräg wie abgebildet an und klicken Sie diese durch Andrücken und leichtes Wippen ein. Verfahren Sie in gleicher Weise mit der zweiten Diele und treiben Sie den Stirnstoss dieser Diele mittels Schlagholz in die erste Diele (usw).

Bei Heizungsrohrdurchbrüchen die Diele am Stoss ausklinken und mit Heizkörperrosettem abdecken

Heizungsrohre ausschneiden

Holz-Türzargen und Türblätter um die Höhe des Fussbodens kürzen. Dazu ein Stück Linoleumdiele als Höhenanschlag vor die Türzarge legen und diese mit der Feinsäge absägen.

Abnehmen des Türfutters
Letzte Reihe zuschneiden

Die letzte Dielenreihe wird folgendermassen eingepasst: Legen Sie exakt auf die zuletzt verlegte Dielenreihe die nachzusägende Diele. Dann zeichnen Sie mit Hilfe einer weiteren Diele den Längsschnitt an.

Arbeiten mit dem Zugeisen

Die letzte Dielenreihe wird mit dem Zugeisen längsseitig und je nach Breite mit dem Schlagholz oder dem Zugeisen stirnseitig zusammengetrieben.


Abschlussarbeiten

Wenn der Boden vollflächig verlegt ist werden alle Keile entfernt, dann wird er zunächst einmal gesäubert, am besten auf der gesamten Fläche mit einem feuchten Lappen. Danach wird ein Erstpflegemittel pur mittels eines Bodenwischers aufgetragen.

Jetzt können die Sockelleisten, Heizkörperrossetten und Deckschienen angebracht werden.

Fertig !